Familien-Reisetrends 2026: Die große Umfrage unter den Little Travel Society-Familien
Wir haben knapp 1.000 Little Travel-Reisefamilien befragt zu Reisezielen, Reisezeiten, Wünsche an familienfreundliche Unterkünfte und Reisebudgets. Wir verraten Euch, was sie 2026 vorhaben.
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Was macht die Inflation und weltweite Unsicherheiten mit deutschen Reisefamilien? Verändern sich die Reisepläne, Reisebudgets und Wünsche an kinderfreundliche Unterkünfte deutscher Familien für 2026 im Vergleich zu den Vorjahren?
Im November haben wir knapp 1.000 (genau: 942) unserer Little Travel-Reisefamilien über Instagram, Facebook und unseren Newsletter zu einer Umfrage eingeladen. Wir haben sie dazu befragt, was für sie eine kinderfreundliche Unterkunft ausmacht und wie ihre Urlaubsplanung für 2026 aussieht. Teilweise haben wir diese Umfrageergebnisse mit unseren Befragungen von August 2023 für die Familienreisetrends in 2024 und November 2020 zu Wünschen von Eltern zu kinderfreundlicher Ausstattung verglichen. Mit teils erstaunlichen Ergebnissen!
So viel können wir schon mal verraten: Deutsche Familien zieht es immer mehr in die Ferne, der Herbst ist die Verlängerung des Sommers und Alltagshelfer zählen im Familienhotel mehr als Luxus.
Was macht die Little Travel-Familien aus?
Wir wollten wissen: Wie alt sind die Little Travel-Kinder, die mit unseren Familien mit auf Reisen gehen, und wie viel Budget bringen die Familien mit?
Eine bunte Altersmischung geht mit der Little Travel Society auf Reisen
Über die Hälfte der Befragten fahren mit Babys & Kleinkindern in den Urlaub (53%). Knapp die Hälfte, 46%, reist mit Schulkindern oder Teenagern und ist damit an die Ferienzeiten gebunden. Babys und Teenager sind zwar mit jeweils 18 und 13 Prozent die kleinste Gruppe unter den Little Travel-Familien – sie bekommen aber von uns mit passenden Blogartikeln (z.B. Urlaub mit Teenagern, Urlaub mit Baby – wohin?, Winter: Fernreiseziele mit Baby, Checklisten für den Urlaub mit Baby etc.) und Themenkampagnen besondere Aufmerksamkeit, da sie ganz eigene Bedürfnisse haben. Auch in unseren Hotelempfehlungen finden sich immer Informationen zur Babyfreundlichkeit sowie die Info, ob und welche Features es für Teenager gibt.

Budget für die familienfreundliche Unterkunft in 2026: Steigende Zahlungsbereitschaft fürs Familienhotel, gespart wird am Ferienhaus
Wir wollten von unseren Familien wissen, wie viel sie bereit sind, für ein Ferienhaus/eine Ferienwohnung, ein Apartment mit Frühstück und ein Familienhotel mit allem drum und dran auszugeben. Das Ergebnis hat uns erstaunt!
Im Vergleich zur Umfrage im August 2023 sind die Little Travel-Familien bei Ferienhäusern und Apartments sparsamer. Die Familien scheinen vor allem in Komfort, Service und Stressreduktion zu investieren – es gibt eine etwas höhere Zahlungsbereitschaft Ende 2025 als im Sommer 2023 für Familienhotels.
Bei Familienhotels mit Vollpension, Wellness und Co. sind die Budgets der Familien zwar breit gefächert – kein Wunder, denn Angebote von Familienhotels sind sehr unterschiedlich. Ca. 40% ist bereit, bis 300 Euro/Nacht auszugeben, fast ein Drittel gibt 300 bis 400 Euro aus. Und immerhin 28% hat noch ein größeres Budget als 400 Euro pro Nacht. Interessant ist besonders, dass damit für Familienhotels die Zahlungsbereitschaft der Befragten gegenüber 2023 gestiegen ist (Vgl. Umfrage August 2023: Damals wollten 57% bis 300 Euro ausgeben, nur 43% drüber. Heute sind 61% bereit dazu, mehr als 300 Euro/Nacht zu investieren).

Fast 60% der Befragten wollen zwischen 1.000 und 2.000 Euro pro Woche für ein Ferienhaus auszugeben, nur 23% Prozent sind bereit, noch mehr Budget aufzubringen. Vergleich zu August 2023: 38% lagen über 2.000 Euro mit ihrer Zahlungsbereitschaft. Das bedeutet, dass die Zahlungsbereitschaft für Ferienhäuser und Ferienwohnungen laut unserer Umfrage in den letzten beiden Jahren gesunken ist.

Auch für ein Apartment mit Frühstück sind ca. 60% bereit, zwischen 1.000 und 2.000 Euro auszugeben. 23% haben ein größeres Budget als 2.000 Euro pro Woche. Auch hier ist die Zahlungsbereitschaft seit August 2023 deutlich gesunken! Sogar fast die Hälfte wollte 2023 mehr als 2.000 Euro ausgeben.

Trendregionen 2026 – der Süden Europas bleibt Sehnsuchtsziel deutscher Familien – Fernreisen und Heimaturlaub trenden
Der Klassiker unter den Familienreisen mit Sonne, Strand und mediterranem Leben bleibt hoch im Kurs! Mit Abstand die meisten Befragten (76%) planen 2026 einen Urlaub in Südeuropa.
Nach dem kleinen Post-Corona-Rückgang beim Urlaub in der Heimat (nur 13% wollten in der Umfrage im August 2023 in Deutschland Urlaub machen), ist aber auch Deutschland wieder „in“. Mit 37% der Antworten steht es an zweiter Stelle. Coolcation in Nordeuropa bildet für 2026 (noch) mit 28% das Schlusslicht. Viele Familien nutzen eher den Herbst für angenehme Temperaturen als den Sommer im Norden zu verbringen – der Trend des Urlaubs im Norden könnte aber zunehmen in den kommenden Jahren! Die große Überraschung ist das wachsende Fernweh deutscher Familie: 30% planen mit ihren Kindern einen Urlaub in der Ferne für 2026 – das ist fast doppelt so viel wie in 2023 (16%)!

Trendreiseziele für Familien in 2026: Deutschland, mediterrane Klassiker und ein Fernreiseziel
Auch bei dieser Frage nach konkreten Zielländern und -regionen für 2026 zeigt sich: Urlaub in der Heimat ist bei Familien voll im Trend und hat sich mit 16% der Antworten sogar an die Spitze gesetzt (2023 war Bella Italia noch vorn mit 21% der Antworten auf die offene Frage „Wohin soll’s nächstes Jahr gehen?“, Deutschland kam mit 6% erst an zweiter Stelle).
Die Familienurlaubsklassiker wie Italien, Spanien, Österreich, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Portugal bleiben weiterhin in den Top 10 – hier hat sich in den letzten zwei Jahren nicht viel geändert.
Was sich geändert hat: Mit Thailand hat sich erstmals ein Fernreiseziel in die Top 10 der Familienreiseziele geschmuggelt. Die Deutschen treibt das Fernweh ganz schön um! Dänemark und die Niederlande haben an Attraktivität ein klein wenig verloren. 2023 waren beide Länder noch mit 3% der Antworten in den Top Ten.

Bei Familien beliebte Fernreiseziele in 2026: Thailand ganz vorn, Sri Lanka im Trend
30% der Reisefamilien wollen eine Fernreise unternehmen in 2026. Aber wohin soll es gehen?
Thailand hat sich mit 21% der Antworten an die Spitze gesetzt. Es folgen Südafrika, Sri Lanka, Mauritius und Dubai. Interessant: Die USA, die 2023 noch an der Spitze war mit 19% der Antworten, fiel ganz aus den Top 10 für deutsche Reisefamilien raus. Auch in den offiziellen Zahlen zeigt sich das: Der internationale Tourismus in die USA ist von 2024 auf 2025 merklich zurückgegangen. Sri Lanka und Dubai sind ein neuer Trend für 2026. Mauritius und Südafrika bleiben ein Dauerbrenner.
Gerade zu Anfang von Trumps Wiederwahl gab es in Deutschland mediale Berichte über schwierige Einreiseerfahrungen. Unter anderem diese Vorkommnisse führen für 2026 zur Zurückhaltung bezüglich USA-Reisen unter deutschen Familien. Thailand hingegen verspricht eine gute Infrastruktur, einfache Einreise, die Flüge nach Bangkok sind günstig und die Lebenshaltungskosten vor Ort auch. Auch deshalb hat sich Thailand wohl für 2026 an die Spitze der Fernreiseländer für deutsche Reisefamilien in unserer Umfrage gesetzt.
sagt Sonja Alefi, Gründerin der Little Travel Society.

Sommerferien und Herbstferien (!) als Reisezeit am beliebtesten
Wir wollten von unseren Familien wissen, in welchen Ferienzeiten sie im nächsten Jahr in den Urlaub fahren werden. Erwartungsgemäß liegen die sechs Wochen Sommerferien ganz vorne – 85% der Familien verreisen in den Sommerferien! Allerdings müssen sich sicherlich nicht alle im August an der italienischen Riviera stapeln, denn durch die unterschiedlichen Ferienzeiten in den Bundesländern hat von Mitte Juni bis Mitte September immer irgendwo ein Kind in Deutschland Sommerferien.
35% der Little Travel Familien urlauben sowieso lieber in der Zeit außerhalb der Ferien, wenn Urlaub günstiger ist und die Unterkünfte nicht so ausgebucht sind. Eine große Überraschung sind für 2026 die Herbstferien. Knapp über der Hälfte möchte in 2026 in den Herbstferien verreisen! Damit sind die Herbstferien nach den Sommerferien an zweiter Stelle (in 2023 waren die Herbstferien noch zusammen mit den Pfingstferien nur an 4. Stelle). Dieser Herbsttrend hat sich in den letzten Jahren immer deutlicher abgezeichnet. Es handelt sich übrigens beim Herbsturlaub scheinbar nicht um einen Ersatz der Sommerferien, die Familien fahren im Herbst zusätzlich weg (bei 85 Befragten, die über den Newsletter teilgenommen haben, konnten wir zuordnen, dass ALLE, die in den Herbstferien wegfahren, auch in den Sommerferien eine Reise geplant haben).
Bereits in 2025 war es in den Ferienorten deutlich zu spüren, dass familienfreundliche Unterkünfte früh ausgebucht waren und „viel los“ war. Der Trend setzt sich in 2026 fort. Die Herbstferien sind wahrscheinlich daher so beliebt, da es im Herbst gerade am Mittelmeer oft noch schön warm ist – nicht wie im Frühjahr wo es oft vermehrt regnet und die Wassertemperatur des Meeres noch sehr gering ist. So können die Familien den Sommer verlängern, Nebensaisonangebote nutzen und vermeiden Hitzewellen.
Sonja Alefi, Gründerin der Little Travel Society.

Kinderbetreuungswünsche: Mix aus Family- & Me-Time der Eltern
Etwas mehr als die Hälfte der Befragten nutzt Kinderbetreuungsangebote im Urlaub (54%). Eine deutliche Mehrheit (67%) wünscht sich eine gute Mischung aus Quality Time mit der Familie sowie Me-Time für die Eltern ohne die Kinder.


Kids Club im Urlaub: Herzliche Kinderbetreuerinnen wichtiger als Ausbildung
Beim Betreuungspersonal zählt für die Eltern ganz klar das Herz mehr als Formalitäten: 62% wünschen sich liebevolle und empathische BetreuerInnen. Dass die BetreuerInnen Deutsch sprechen, ist 21% wichtig. Formalitäten wie Ausbildung und pädagogisch wertvolle Programme stehen hinten an.
Die Antworten auf die offene Frage zu den No-Gos in der Betreuung passen dazu sehr gut: Mit Abstand an erster Stelle stehen mangelnde Motivation und Empathie. Auch das Gegenteil – übergriffiges Verhalten des Personals, um die Kinder zum Bleiben zu Überreden oder wenn die Eltern für die Eingewöhnung nicht verweilen dürfen – wird nicht gern gesehen. Süßigkeiten und Medienkonsum gehen aus Sicht vieler Eltern gar nicht. Nicht glücklich sind viele Eltern auch mit mangelnder Flexibilität, wenn z.B. eine Betreuung schon weit im Voraus reserviert werden muss. Keine Deutschkenntnisse und unsaubere, ungepflegte Spielzimmer wurden vereinzelt genannt.
Zusammengefasst möchten die Eltern vor allem, dass auf die Bedürfnisse ihrer Kinder flexibel eingegangen wird.
Aufbewahrung statt Betreuung und Beschäftigung ist für Eltern im Urlaub natürlich genauso ein No-Go wie daheim in Kita und Schule. Wie sollen Eltern auch die Me-Time, z.B. im Spa oder beim Dinner genießen, wenn sie beim Abgeben im Kids Club ein tristes Bild mit uninteressierten BetreuerInnen am Handy vorfinden, welche die Kinder vor allem mit Süßigkeiten und Medienkonsum ruhigstellen…
so Sonja Alefi, Gründerin der Little Travel Society.

Familien mit Kleinkindern auf Reisen: Fensterverdunklung & Leihprodukte für die Mobilität sollten nicht fehlen!
Wer kennt das Problem nicht? Hübsches Zimmer, cooles Interior, aber der Vorhang dunkelt das Zimmer für den Mittagsschlaf der lieben Kleinen nicht ab. Das kann den Urlaub schwierig gestalten – denn ein müdes Kind ist oft ein schlecht gelauntes Kind. Über die Hälfte der Kleinkindeltern wünschen sich daher eine Verdunklungsmöglichkeit, der Rausfallschutz fürs Bett steht an zweiter Stelle. Ruhiges, entspanntes Schlafen steht eben hoch im Kurs für müde Eltern von Babys und Kleinkindern, auch im Urlaub. Wickeleimer und Steckdosensicherung sind praktisch, stehen aber hintenan.

Leihprodukte, die die Mobilität erleichtern und den Platz im Kofferraum reduzieren, sind für 2026 sehr beliebt bei Eltern auf Reisen. Buggys, Kraxe, Kinderräder und Kindersitze fürs Fahrrad werden als erstes genannt. Keine Überraschung: Babyphone waren 2020 noch für 73 Prozent der Eltern ein Must-Have. Heute sind sie mit 9% viel unwichtiger geworden – die Eltern nutzen stattdessen vor allem Apps. Das zeigt wieder, dass die Ausstattung in den familienfreundlichen Unterkünften mit der Zeit gehen sollte.
Dass Eltern in Unterkünften immer mehr Wert legen auf den Verleih von Kinderfahrzeugen wie z.B. Kraxe, Buggy oder Kinderräder, könnte auch darauf hindeuten, dass Familien immer häufiger mit dem Zug anreisen und daher leichtes Gepäck bevorzugen. Eine spannende Frage, die wir in der nächsten Umfrage definitiv stellen werden!
Lucia Vaccarro Notte, Head of Sales und Cooperation Management der Little Travel Society

Schulkinder auf Reisen 2026: Ein Pool ist ein Must-Have
Mit riesigem Abstand wünschen sich Eltern von Schulkindern einen Pool im Urlaub – mit 80% zählt der Pool somit quasi zur Grundausstattung. Das heißt aber nicht, dass coole Spielbereiche, Tiere und Sportangebote nicht wertgeschätzt werden. Die Familien konnten nur eine Antwort wählen und haben sich daher wohl mehrheitlich für den Wasserspaß als wichtigstes Basic entschieden.

Teenager auf Reisen 2026: Surfen, Quadfahren, Abhängen mit Gleichaltrigen
Mehr als die Hälfte der Eltern meint, dass coole Aktivitäten für Teenager im Urlaub wichtiger sind als beispielsweise WLAN und instagrammable Spots. Eine ketzerische Frage: War da eher der Wunsch Vater oder Mutter des Gedanken? Wir würden jedenfalls gerne mal eine Umfrage unter den Teens durchführen;-)
Was wir den GastgeberInnen raten: Da die Eltern den Urlaub buchen und bezahlen, sollte ein attraktives Freitzeitangebot für die Teens im Programm stehen. Denn: Ist es spannend genug, bewegen sich auch Teenager vom Display weg – das Ziel vieler Eltern. Zumindest kenne ich das selbst als Mutter von drei Teenager-Mädels so aus eigener Erfahrung im Urlaub.
berichtet Sonja Alefi, Gründerin der Little Travel Society.

Wollt Ihr die gesamte Umfrage mit knapp 1000 TeilnehmerInnen als pdf runterladen? Hier klicken.

Diese Umfrage hat maßgeblich Antonia Birk, unsere Social Media und Content Managerin (Foto: Lisa Hantke), durchgeführt – mit Unterstützung von Janine Nickel (Autorin & Teil des Social Media Teams), Sonja Alefi (Expertin für Reisen mit Kindern und Gründerin der Little Travel Society), Lucia Vaccaro Notte (Head of Sales und Cooperation Management), Chiara Coenen (Head of Project Development, Kundenmanagerin & Autorin).
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