Familien-Urlaub im Allgäu: Unsere 10 besten Tipps
Kuhglocken? Klar. Kässpatzen? Unbedingt. Aber wer das Allgäu nur als Postkartenidylle abspeichert, verpasst ziemlich viel Action. Denn ganz im Süden Deutschlands wartet eine gern unterschätzte Familienregion auf Euch: mit Mitteleuropas tiefster Felsenschlucht, einem Schmetterlings-Dschungel zum Hineinwuseln, Sommerrodelbahn, Veggie-Hütte und einem nagelneuen Waldseilgarten auf 1.320 Metern Höhe sowie einer Gästekarte, die Eure Urlaubskasse rettet. Gemeinsam mit dem Oberjoch-Familux Resort verraten die Little Travel Ladies ihre liebsten Ausflugstipps für Euren Familienurlaub im Allgäu! Getestete Tipps, die funktionieren!
Aktualisiert: Mai 2026.
Das Allgäu ist eines dieser Reiseziele, bei dem alle sofort nicken, wenn man es ausspricht. „Ach ja, Bergidylle und Käse, oder?“ Schon. Aber wenn das alles wäre, hätten wir uns die folgenden zehn Tipps gespart.
Eine 120 Millionen Jahre alte Spalthöhle steckt hier im Berg. Ein Wildbach hat sich Mitteleuropas tiefste Felsenschlucht gegraben. In 1.320 Metern Höhe baumelt ein nagelneuer Waldseilgarten. Für Regentage warten in Pfronten tropische Schmetterlinge zum Auf-Den-Arm-Setzen. Wir Reise-Mamas aus dem Little Travel Team sind mit Gondeln geschwebt, im Heubett gelandet, mit Coastern talwärts gesaust und haben so manche wandermüden Kids mit Trick 17 überlistet – und genau diese Tipps teilen wir hier mit Euch. Da wird jeder fündig, egal ob Ihr mit Baby, Kleinkind, Grundschulkind oder Teenager unterwegs seid.
Und wie einfach ist bitte die Anreise: Das Allgäu ist von überall in Süddeutschland super zu erreichen. München, Stuttgart oder auch Innsbruck liegen unter zwei Stunden Fahrzeit entfernt. Aus Frankfurt fahrt Ihr vier Stunden. Geht doch! Somit eignet sich das Allgäu bei einigen sogar fürs lange Wochenende, sowieso aber für die zweiwöchige Urlaubsbuchung mit der ganzen Rasselbande.

Hoch oben im höchstgelegenen Bergdorf Deutschlands: das Oberjoch – Familux Resort. (Foto: Oberjoch)

Wenn die Lobby schon SO aussieht, weiß man gleich, wer hier willkommen ist! Hereinspaziert ins Oberjoch – Familux Resort. (Foto: Oberjoch)
Unser Familienhotel-Tipp: Oberjoch – Familux Resort
Den ein oder anderen Geheimtipp haben wir uns vom Team des Oberjoch – Familux Resort dazu geholt – die kennen jedes Höhlenstüble und jede Alpwiese der Region. Kein Wunder, denn das Oberjoch ist das erste deutsche Familux-Haus und lässt Nicht-Familien gar nicht bei sich buchen! Falls Ihr von den Schwester-Resorts schon gehört habt: die Alpenrose in Tirol als Ursprungshaus, der Dachsteinkönig und The Grand Green im Thüringer Wald gehören alle dazu.
Weil wir für diesen Beitrag mit dem Oberjoch zusammenarbeiten, kennzeichnen wir ihn hiermit als Werbung. Bei uns gilt jedoch immer: Was wir Euch empfehlen, müssen wir selbst gut gefunden haben – sonst kommt es gar nicht erst in den Text. Das Oberjoch macht es uns da leicht. Allein schon diese Lage! Das Resort thront auf einem sonnigen Hochplateau auf 1.200 Metern und damit im höchstgelegenen Bergdorf Deutschlands. Vor der Hoteltür: das Iseler-Plateau mit seinen Wanderwegen und Pisten. Hinter dem Hotel: Stille, Wiesen und eine Bergluft, die einen sofort vergessen lässt, dass es da unten in der Welt so etwas wie „Termine“ gibt.

Das Hallenbad im Oberjoch. Wassermäuse haben zudem in der 128-Meter-Reifenrutsche, im Kidspool und im Outdoorpool Spaß. (Foto: Oberjoch, Toni Seppi)
Aus Kids-Sicht liest sich das Oberjoch ungefähr so:
- Eine 128 Meter lange Reifenwasserrutsche – die längste in einem Hotel in Deutschland
- 2.000 Quadratmeter Indoor-Spielfläche mit Kino, Theater, Gokart-Bahn und Bowling
- Kinderhallenbad im Bauernhof-Look
- 5.000 Quadratmeter Außenparadies mit Wasserwelt, Indianer-Tipi, Kletterwald und Tieren
- 25 ausgebildete Kids Coaches, sieben Tage die Woche im Einsatz
- Fünf altersgerechte Clubs – der Babyclub nimmt Eure Minis schon ab dem siebten Lebenstag in Empfang
- Für die Eltern: Feel-Good-Spa mit Adults-Only-Sauna, Infinity-Außenpool mit Alpenblick und fein bestückte Vinothek
- Und: Bei Anreise gibt’s die Bad Hindelang PLUS Card obendrauf – mehr dazu in Tipp 3
Volker Küchler, seit mehr als einem Jahrzehnt General Manager des Oberjoch Resorts, bringt es auf den Punkt:
„Das Allgäu hat etwas, das man schwer in Broschüren packen kann. Familien finden hier in einer Woche mehr Abwechslung, als sie im Vorfeld geplant haben – und gehen am Ende trotzdem entspannter weg, als sie gekommen sind.“

Die neuen Oberjoch-Suiten mit extra Kuschelhöhle im Eck für die Kids. Foto: Oberjoch
Unsere 10 Lieblingstipps für das Allgäu mit Kindern: Das macht allen Spaß!
Und weil Ihr die Base für Euren Allgäu-Urlaub jetzt schon habt, kommen hier unsere 10 ehrlichen Tipps für Ausflugsziele mit Kindern im Allgäu.
1. Familienwanderung auch mit Kleinkindern
2. Naturkino pur: Die Breitachklamm bei Oberstdorf
3. Spar-Spaß mit der Bad Hindelang PLUS Card
4. Die erste Veggie-Hütte der Alpen
5. Königsschlösser Neuschwanstein & Hohenschwangau
6. Schmetterlings-Erlebniswelt Pfronten
7. Immenstadt mit Alpsee Bergwelt und Coaster
8. Allgäuer Bergbauernmuseum
9. Rodeln auf der Hornbahn Hindelang
10. Sturmannshöhle
1. Familienwanderung im Allgäu, die auch mit Kleinkind funktioniert
Perfekt für: Babys im Kinderwagen (Galetschbach-Runde), Kleinkinder ab Laufalter (Kurzversion ab Kammeregg-Parkplatz) und Grundschulkinder (volle Almwanderung oder Forscher-Tour). Hauptsaison Mai bis Oktober.
Hand aufs Herz: Wandern mit Kindern funktioniert am besten mit Bestechung – und die gibt’s in Rettenberg, dem südlichsten Brauereidorf Deutschlands, praktischerweise in Form von himmlischem Streuselkuchen und Milchkaffee im Café Bergbohne. Direkt nebenan warten Minigolfplatz und Freibad als Bonusprogramm.
Frisch gestärkt habt Ihr dann die Wahl: Entweder Ihr nehmt die kleine Almwanderung Richtung Alpe Kammeregg in Angriff – rund eine Stunde bergauf über Wiesen- und Waldwege, oben mit Einkehr, Tieren, Spielplatz und viel Platz zum Toben. Wer es entspannter angehen mag, fährt einfach bis zum Kammeregg-Parkplatz – von dort sind es nur noch zehn Minuten zu Fuß bis zur Alpe.
Oder Ihr schaltet direkt in den Entdecker-Modus: In der Tourist-Info Rettenberg leiht Ihr Euch den Forscherbeutel für die Galetschbach-Runde aus. Der spielerische Erlebnisweg führt am Gebirgsbach entlang, dauert rund eine Stunde reine Gehzeit und wird mit Becherlupe, Bestimmungstafeln und kleinen Experimenten schnell zur zwei- bis dreistündigen Mini-Expedition. Besonders praktisch: Die Runde ist kinderwagentauglich.

Beim Wandern im Allgäu gibt’s allerhand zu entdecken für die Minis. (Foto: Susanne Hoffmeister)
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2. Breitachklamm bei Oberstdorf: Naturkino auf Maximum
Perfekt für: Kindergartenkinder bis Teens. Mit Kleinkindern nur in der Trage. Ganzjährig geöffnet (mit unterschiedlichen Routen Sommer/Winter).
Einmal tief durchatmen – und dann staunen. In der Breitachklamm bei Oberstdorf, der tiefsten Felsenschlucht Mitteleuropas, wird Natur gigantisch. Über gut gesicherte Stege und Tunnel lauft Ihr mitten hinein ins tosende Spektakel aus Wasser, Fels und Gischt: Links ragen die Wände bis zu 100 Meter steil nach oben, rechts rauscht die Breitach durch enge Passagen mit der Wucht eines Wildbachs – und zwischendrin steht Ihr und versucht, Euren Kindern das hier irgendwie zu erklären.
Die Wege sind gut ausgebaut, sodass die Tour auch mit der Familie gut machbar ist (allerdings nicht mit Kinderwagen). Je nach Lust und Kondition wandert Ihr 1,5 bis 2,5 Stunden durch die Klamm und wieder zurück – mit genügend Stopps für Wow-Selfies und Eiszapfen-Verkostung.
Im Sommer sorgt das kühle Mikroklima übrigens für eine willkommene Erfrischung an heißen Tagen (Jacke einpacken, ernsthaft!). Im Winter verwandeln Eis und gefrorene Wasserfälle die Schlucht in eine surreale Märchenwelt, durch die ein eigener Winter-Rundweg führt. Festes Schuhwerk ist Pflicht, denn die Wege können rutschig sein.
Kombi-Tipp: Wenn Ihr schon in Oberstdorf seid, lohnt sich der Abstecher zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze mit Aussichtsplattform auf 1.038 Metern – schwindelfrei sollte man sein, aber die Aussicht ist gigantisch. Auch der Söllereck mit dem sieben Hektar großen Spielepark „Söllis Erlebniswelt“ inklusive Sommerrodelbahn ist hier in der Nähe.
Für Little Travel-Autorin Laura war der Klamm-Besuch eine kleine persönliche Mutprobe:
„Ich habe zwar Höhenangst und unsere Kleine war mit vier Jahren relativ jung für das Abenteuer – aber am Ende waren alle begeistert.“

Eiszapfen-Verkostung in der Breitachklamm. (Foto: Laura Brauer)
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3. Die Bad Hindelang PLUS Card: Der heimliche Urlaubs-Star
Perfekt für: Alle Altersstufen, sommers wie winters. Der Waldseilgarten ab sechs Jahren / 1,20 m Größe.
Viele Allgäuer Ferienorte haben mittlerweile ihre eigene Gästekarte – und Bad Hindelang spielt da ganz vorne mit. Die Bad Hindelang PLUS Card, die Ihr im Oberjoch – Familux Resort und bei vielen anderen Gastgebern kostenlos bekommt, macht aus Eurem Aufenthalt ein Rundum-Sorglos-Paket und ist für Familien einer der größten Sparhebel überhaupt.
Im Sommer gondelt Ihr mit allen Bergbahnen der Region kostenlos hinauf ins Wandergebiet, im Winter wird die Karte zum Ski- und Rodelpass für die Lifte in Bad Hindelang, Oberjoch und Unterjoch – ein riesiger Posten, der sonst schnell mit dem Familienbudget kollidiert. Auch Busse, Erlebnisbäder (zum Beispiel das Wonnemar Sonthofen) und Freizeitangebote in der Umgebung sind inklusive.
Ganz neu und besonders cool: Der 2024 eröffnete Waldseilgarten Bad Hindelang an der Bergstation der Hornbahn auf 1.320 Metern Höhe gehört jetzt ebenfalls zu den PLUS-Leistungen. 70 Stationen in neun Parcours warten zwischen den Bäumen, mit Wackelbrücke, Flying Fox und einer hängenden Boje.
Das Programm mit der Karte ist aber noch viel größer: Bogenschießen beim Bergindianer, Biathlon-Schnuppern, Besuch beim Alphornbauer, Steineschleifen, Holzschnitzen oder Schneeschuh-Schnitzeljagd könnt Ihr mit der PLUS Card ebenfalls gratis erleben. Achtung: Viele Aktionen sind in der Teilnehmerzahl begrenzt und sollten vorab hier online gebucht werden.
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4. Hündeleskopfhütte: Die Überraschung im Allgäu
Perfekt für: Kindergartenkinder bis Teens. Hauptsaison Mai bis Oktober.
Da schau her, das Allgäu kann auch anders! Die Hündeleskopfhütte bei Pfronten ist die erste Veggie-Hütte der Alpen – und damit ein ziemlich charmanter Gegenentwurf zur klassischen Berghüttenkarte. Fleisch gibt’s hier nicht, dafür jede Menge Allgäuer Hüttenglück: von Kässpatzen über Krautkrapfen bis zu Käsepressknödeln, Süßspeisen und auch komplett veganen Gerichten.
Und das Beste: Ihr müsst Euch das gute Essen nicht mit einer Riesen-Bergtour verdienen. Los geht’s am großen öffentlichen Parkplatz am westlichen Ortseingang von Pfronten-Kappel, unterhalb des Waldseilgartens Pfronten. Von dort wandert Ihr in etwa 45 Minuten zur Hütte auf 1.180 Metern hinauf – ein machbarer Aufstieg auch mit kleineren Wanderhasen.
Oben ist oft richtig was los: Live-Musik, Jodel- und Singstammtische und jede Menge Hüttenlaune. Auch der BR, allgäu.tv, Schmidt Max und Comedian Harry G. waren schon da. Kein Wunder also, dass diese Hütte längst mehr ist als nur eine Einkehr – eher so ein kleiner Allgäuer Gute-Laune-Ort mit Aussicht.
Insider-Tipp: Vorab auf der Website nach Veranstaltungen schauen – die Jodelstammtische sind besonders mit größeren Kindern ein witziges Erlebnis. Und gut zu wissen: Hier könnt Ihr nicht mit Karte bezahlen.
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5. Königsschlösser Neuschwanstein & Hohenschwangau: Märchen mit Marienbrücke
Perfekt für: Kindergartenkinder bis Teens. Schlossführungen für Kids ab fünf Jahren spannend. Hauptsaison ganzjährig, Marienbrücke im Winter wegen Eis manchmal gesperrt.
Ja, es ist DAS Klischee-Postkartenmotiv Deutschlands. Und ja, es funktioniert mit Kindern trotzdem. Wer im Allgäu Urlaub macht, sollte sich einen Tag im Königswinkel rund um das Schloss Neuschwanstein nicht entgehen lassen. Auch wenn der Ort längst kein Geheimtipp mehr ist – mit Kindern entfaltet er nochmal eine ganz eigene Magie.
Unser absolutes Highlight für Kids: die Marienbrücke, die 1845 von König Maximilian II. erbaut wurde – damals als Liebesbeweis an seine Frau Marie, die als erste Alpinistin auf nahezu alle Berge rund um Füssen wanderte. Heute spannt sich die 35 Meter lange Stahlbrücke in 90 Metern Höhe über die Pöllatschlucht und bietet DEN Blick auf Schloss Neuschwanstein – direkt unter der Brücke stürzt der Pöllat-Wasserfall etwa 50 Meter in die Tiefe. Mehr Märchen geht eigentlich nicht.
Wer den Aufstieg zur Marienbrücke zu Fuß macht (rund 30-45 Minuten ab Parkplatz P4 in Hohenschwangau), kommt von dort in weiteren fünfzehn Minuten bergab zum Schloss. Wer es entspannter mag, nimmt den Shuttlebus oder eine Pferdekutsche bis zur Bushaltestelle „Jugend“ – von dort sind es nur noch fünf Gehminuten zur Brücke und fünfzehn zum Schloss. Schloss Neuschwanstein lässt sich nur im Rahmen einer Führung von innen besichtigen – Tickets unbedingt vorab online buchen, sonst steht Ihr im Sommer schnell vor ausverkauften Schaltern. Wer nur außen schauen möchte, braucht kein Ticket.
Direkt nebenan thront das oft unterschätzte Schloss Hohenschwangau, die romantische Kinderstube von König Ludwig II. Hier gibt es in den bayerischen Schulferien sogar eine Familienführung speziell für 4- bis 10-Jährige, die in das Leben der jungen Prinzen und Prinzessinnen eintaucht. Für Kids greifbarer als die klassische Schlossführung.
Kombi-Tipp: Wenn das Wetter nicht mitspielt oder Eure Kids nach dem Schloss-Wow noch Energie haben, fahrt zehn Minuten weiter ins Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies. Dort wartet ein 480 Meter langer Baumkronenweg bis zu 21 Meter hoch durch den Lech-Auwald, plus ein eigener Auwaldpfad, Bergwaldpfad und Walderlebnis-Spielplatz. Eintritt ins Walderlebniszentrum ist frei, nur der Baumkronenweg kostet einen kleinen Beitrag.
Anschluss-Tipp: Direkt neben Hohenschwangau liegt der türkis schimmernde Alpsee mit dem Alpseebad zum Schwimmen und einem familienfreundlichen Rundweg (rund fünf Kilometer, weitgehend kinderwagentauglich). Perfekt, um den Tag im kühlen Wasser ausklingen zu lassen – mit Blick auf das Schloss.
Praktisch zu wissen: Vom Oberjoch sind es rund 50 Autominuten in den Königswinkel. In den Sommermonaten 2026 plant Ihr besser etwas Puffer für die Anreise ein – die König-Ludwig-Brücke (B16) in Füssen ist bis voraussichtlich Anfang August einseitig gesperrt.

Disneyland „in echt“: Neuschwanstein ist halt einfach „krass“. Und der Blick von der Marienbrücke ein Nervenkitzel.
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6. Schmetterlings-Erlebniswelt Pfronten: Dschungelfeeling bei Regen
Perfekt für: Kleinkinder bis Grundschulkinder, aber auch Teens lassen sich für ein witziges Foto noch gerne mitnehmen. Ganzjährig geöffnet.
Draußen nieselt’s? Perfekt – dann ab in die Tropen. In der Schmetterling-Erlebniswelt in Pfronten flattert Ihr mitten durch ein warmes, subtropisches Gewächshaus, in dem sich bunte Falter frei zwischen Palmen, Blüten und kleinen Wasserläufen bewegen. Mit etwas Glück landet einer ganz sanft auf Schulter oder Arm – großes Staunen garantiert, auch bei abgebrühten Großstadt-Teens, die sonst nichts mehr beeindruckt.
Neben den Schmetterlingen gibt’s noch mehr zu entdecken: Schildkröten, Echsen und exotische Pflanzen machen den kleinen Ausflug zum Mini-Dschungelabenteuer, bei dem es an jeder Ecke etwas zu schauen gibt. Alles ist überschaubar und entspannt aufgebaut – perfekt für Familien mit kleineren Kindern, die nicht stundenlang durch Museen laufen wollen.
Die Erlebniswelt ist ganzjährig geöffnet und angenehm warm – also genau der richtige Ort, wenn das Allgäu-Wetter mal nicht so mitspielt oder Ihr einfach Lust auf einen Perspektivwechsel habt: von Bergluft zu Tropenklima in wenigen Minuten.
Insider-Tipp: Sucht in der Anlage nach Riesenschildkröte Bob – die wohnt mitten unter den Schmetterlingen und schmatzt am liebsten Zucchini. Außerdem leben hier auch ein Leguan und kleine Papageien. Und im Stein-Oasen-Café gibt’s Costa-Rica-Kaffee, Waffeln und Kuchen für die Erwachsenen-Pause.
Für Little Travel-Autorin Laura und ihre Familie ein unaufgeregtes Regen-Ausflugsziel mit Kids im Allgäu:
„Meine Kinder reden immer noch von dem Moment, als sich ein Schmetterling auf den Kopf gesetzt hat. Ein magischer Augenblick.“

Die einen lieben sie, die anderen nicht: Schmetterlinge sind ein Faszinosum – auch für Kinder.
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7. Immenstadt mit Alpsee Bergwelt, Coaster und See
Perfekt für: Babys bis Teens. Alpsee Bergwelt Hauptsaison Mai bis Anfang November, See zum Baden Juni bis August.
Immenstadt ist der perfekte Tapetenwechsel, wenn Ihr in Bad Hindelang oder Oberjoch Urlaub macht und nach ein paar Tagen Bergluft Lust auf etwas mehr Abwechslung habt. Das Highlight für Familien ist hier ganz klar die Alpsee Bergwelt – ein großes Erlebnisareal oberhalb von Immenstadt, das Ihr bequem mit dem Sessellift am Alpsee im Ortsteil Bühl erreicht. Schon die Fahrt nach oben ist für viele Kids ein kleines Abenteuer. Besonders familienfreundlich: Es gibt kein Mindestalter, solange Kinder von einem Erwachsenen begleitet werden. Auch Babys können auf dem Schoß oder im Tragetuch mitfahren. Sogar Hunde und klappbare Buggys lassen sich transportieren.
Oben angekommen wartet kein Gipfelkreuz-Stress, sondern ein richtig gut gemachtes Familien-Erlebnisgebiet mit Abenteuerspielplätzen, Wasser- und Matschstationen, Kletterwald und leichten Wegen, auf denen auch kleinere Kinder gut mitkommen. Das große Finale ist dann der Alpsee Coaster: eine Sommerrodelbahn auf Schienen, auf der Ihr in Zweier-Bobs den Berg hinuntersaust – mit Kurven, Wellen und Tempo, das Ihr selbst steuern könnt. Kinder ab drei Jahren dürfen mit einem Erwachsenen mitfahren, ab acht Jahren und mindestens 1,25 m Größe auch allein.
Little Travel-Kommunikationsprofi Sandra fand’s mega:
„Die Alpsee Bergwelt ist ein echter Erlebnisberg, auf dem für jedes Alter etwas dabei ist. Bei unseren Kids war der Coaster das Highlight.“
Unten wartet dann noch der Große Alpsee mit Baden, Tretbootfahren, Picknickplätzen und Bergblick. Und wer danach noch Energie hat, schlendert durch die Immenstädter Altstadt, holt sich ein Eis und genießt ein bisschen Stadtgefühl zwischen all den Bergen. Kurz gesagt: Immenstadt ist die perfekte Mischung aus Bergabenteuer, Spielplatz, See und „mal was anderes“.
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8. Allgäuer Bergbauernmuseum Diepolz: Leben wie früher
Perfekt für: Kleinkinder bis Teens. Hauptsaison Mitte März bis Anfang November.
Wie hat man eigentlich früher auf so einem Berg gelebt – ohne Supermarkt, ohne Heizung auf Knopfdruck und ohne WLAN? Im Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz bei Immenstadt bekommt Ihr darauf ziemlich anschauliche Antworten. Zwischen historischen Höfen, Ställen und Weiden spaziert Ihr durch eine kleine Zeitreise ins Allgäuer Landleben – mit echten Tieren, originalen Geräten und einem großen Außengelände, das von Kindern wie Eltern gleichermaßen geliebt wird.
Für Kinder ist das hier kein „Bitte nichts anfassen“-Museum, sondern ein Ort zum Entdecken: Tiere beobachten, durch alte Häuser streifen, draußen spielen und nebenbei verstehen, wie viel Arbeit und Können hinter dem Leben auf dem Berg steckte. Im Aktivstadl gibt es Mitmach-Stationen, draußen warten Trettraktoren-Parcours, Heubett zum Reinspringen und Melkstation – und während die Kids unterwegs sind, genießt Ihr ganz nebenbei den weiten Blick über die Allgäuer Alpen.
Für Little Travel-Marketingexpertin Sandra und ihre Familie war das Allgäuer Bergbauernmuseum DAS unverhoffte Highlight.
„Meine Kinder sind schon neun und 13 Jahre alt und waren vom Bergbauernmuseum dennoch begeistert. Spielsachen von früher ausprobieren, Schubladen öffnen, Knöpfe drücken, ins Heubett springen – hier darf man einfach alles! Und das Gelände ist riesig, bietet neben dem Museums-Bauernhaus auch ein Aktivitäten-Stadl, Spazierwege, Spielplatz, Kuchen-Alm, Tiere. Hier kann man Stunden verbringen!“

Kuhl: Little Travel Team-Mama Sandra mit ihren Kids im Allgäuer Bergbauernmuseum Diepolz (Foto: Sandra Exler)
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9. Rodeln in Bad Hindelang: Der heimliche Winter-Star
Perfekt für: Kindergartenkinder bis Teens. Wintersaison Dezember bis März (schneeabhängig, blaue Bahn beschneit).
Klar, Skifahren ist im Allgäu der große Klassiker. Aber mal ehrlich: Beim Rodeln haben am Ende oft alle am meisten Spaß – vom Kita-Kind bis zum Papa, der „nur einmal kurz ausprobieren“ wollte und dann nicht mehr aufhören kann. Rund um Bad Hindelang geht das besonders gut: An der Hornbahn Hindelang bringt Euch die moderne Achterkabinen-Gondel samt Schlitten entspannt auf 1.320 Meter Höhe, bevor es auf zwei super präparierten Naturrodelbahnen wieder hinunter ins Tal geht.
Die beiden Strecken sind jeweils rund 3,5 Kilometer lang und wurden im ADAC-Test in Sachen Sicherheit und Qualität mit „sehr gut“ bewertet. Die „blaue“ Rodelbahn kann zusätzlich beschneit werden – ziemlich praktisch, wenn Frau Holle mal nicht ganz so fleißig war. Schlitten könnt Ihr direkt an der Talstation der Hornbahn ausleihen, die Gondel hat genug Platz, um sie mit nach oben zu nehmen.
Kombi-Tipp: Wer mit größeren Kids unterwegs ist, kombiniert das Rodeln gerne mit einer Runde auf den drei prämierten Rodelbahnen an der Bergstation – insgesamt warten so über zehn Kilometer Schlitten-Strecke auf Euch. Und wer es lieber gemütlich angeht: Auf demselben Berg gibt es auch einen geräumten Winterpanoramaweg, der sich für eine entspannte Familien-Wanderung im Schnee eignet.
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10. Sturmannshöhle in Obermaiselstein: 180 Stufen ins Reich der Wildfräulein
Perfekt für: Kindergartenkinder (sofern sie 180 Treppenstufen schaffen) bis Teens. Mit dem Kinderwagen geht hier leider nichts.
Zum Abschluss noch ein Tipp, der so richtig ins Innere des Allgäus führt – wortwörtlich. Im idyllischen Obermaiselstein, nur rund 40 Autominuten von Oberjoch entfernt, versteckt sich die einzige begehbare Naturhöhle des Allgäus: die Sturmannshöhle. Eine Spalthöhle, die 300 Meter tief in den Berg führt, mit Gesteinsformationen aus einer Zeit, in der es noch Dinosaurier gab. Genau, 120 Millionen Jahre alt.
Das Abenteuer beginnt schon auf dem Weg dorthin: Vom Haus des Gastes in Obermaiselstein führt der Sagenweg in einer halben Stunde bergauf zum Höhleneingang – mit liebevoll inszenierten Schautafeln zu Wildfräulein, Drachen, Hirschsprung und Venedigermannl. Spannender Erzählstoff für Kids und ein willkommener Bestechungs-Trick, falls die Beinchen mal nicht weiter wollen.
Oben angekommen geht’s los: 180 Holzstufen führen hinab in den Bauch des Berges, vorbei am „Drachentor“ und dem „Höhlenrachen“ bis zum Höhlenkessel. In der Höhle herrschen ganzjährig 8 °C – Pulli an, feste Schuhe sind ohnehin Pflicht. Eine sanfte Beleuchtung wirft die Felsformationen in mystisches Licht, ein kleiner See und ein Mini-Wasserfall lassen selbst abgebrühte Kids große Augen machen. Anders als in einer klassischen Tropfsteinhöhle gibt es hier eben keine Tropfsteine – dafür eine Atmosphäre, als wäre man gerade aus einem Hobbit-Film gefallen.
Insider-Tipp: Wenn Ihr im Herbst im Allgäu seid: Am 31. Oktober gibt es die beliebte Gruselführung mit Fackelwanderung zur Höhle. Treffpunkte sind 17 Uhr und 18:30 Uhr, die Kinder dürfen verkleidet kommen und bekommen ein kleines Präsent.
Kombi-Tipp: Obermaiselstein liegt nur zwölf Kilometer von der Breitachklamm (Tipp 2) entfernt. Wer einen ganzen Tag draußen verbringen möchte, kombiniert Sturmannshöhle (vormittags) und Klamm (nachmittags) zu einem Doppel-Naturwunder-Tag.
Gut zu wissen: Geöffnet von Mitte Mai bis Anfang November. Festes Schuhwerk ist Pflicht, die 180 Stufen sind teils steil und unregelmäßig.
Zurück zur Liste.
Vom Tropen-Schmetterling zur Wildfräulein-Höhle: Unser Allgäu-Fazit
Ihr seht schon, das Allgäu kann deutlich mehr als Käsespätzle und Kuhglocken. Wo sonst klettert Ihr morgens durch Mitteleuropas tiefste Felsenschlucht, lasst Euch nachmittags tropische Schmetterlinge auf den Arm setzen und schaut abends mit den Kids in die Sterne über 1.200 Metern Höhe? Die Wege zwischen den Highlights sind kurz – in einer Woche bekommt Ihr locker fünf bis sieben unserer Tipps unter, ohne dass die Familie am Ende ausgepowert im Auto sitzt.
Und für die richtige Basis für Euren Allgäu-Urlaub schaut Euch unbedingt das Oberjoch – Familux Resort an. Hoch oben auf dem Iseler-Plateau gelegen, mit der PLUS Card praktisch alle Bergbahnen und Skipässe der Region inklusive, und einem Indoor- und Outdoor-Programm, das auch dann hält, wenn das Wetter mal nicht mitspielen will. Ein Familien-Traum, der gleichzeitig Urlaubsort und Ausgangspunkt für unsere zehn Tipps ist – ob Sommerurlaub im Allgäu mit Kindern oder Winterurlaub mit Skifahren und Rodeln.

Das Oberjoch Familux Resort im Allgäu: Rund-um-die-Uhr-Unterhaltung mit Bergblick und Wellness. Hier dürfen nur Familien buchen! (Foto: Oberjoch)
Mini-FAQ: Häufige Fragen zum Familienurlaub im Allgäu
Was muss man im Allgäu mit Kindern gesehen haben? Die Top 5 für Familien sind: die Breitachklamm bei Oberstdorf (Mitteleuropas tiefste Felsenschlucht, 2,5 km lang, bis zu 150 m tief), die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau bei Füssen, die Alpsee Bergwelt oberhalb von Immenstadt mit dem Alpsee Coaster (Sommerrodelbahn auf Schienen, ab drei Jahren in Begleitung), die Schmetterlings-Erlebniswelt Pfronten (subtropisches Gewächshaus bei 25 °C) und die Sturmannshöhle in Obermaiselstein (einzige begehbare Naturhöhle des Allgäus, 300 m tief, 180 Stufen). Details, Altersempfehlungen und Insider-Tipps findet Ihr oben im Beitrag.
Was kann man im Allgäu bei Regen mit Kindern machen? Bei Schlechtwetter haben wir mehrere Asse im Ärmel: Die Schmetterlings-Erlebniswelt in Pfronten ist bei konstant 25 °C ein Tropenparadies mitten in den Bergen. Die Sturmannshöhle in Obermaiselstein ist ohnehin wetterunabhängig, drinnen herrschen immer 8 °C. Auch ein Tag im Oberjoch – Familux Resort selbst ist bei Regenwetter alles andere als langweilig. Oder Ihr fahrt ins Wonnemar Sonthofen mit Riesenrutschen-Tower, Kamikaze-Rutsche und Wellenbecken.
Wann ist die beste Reisezeit fürs Allgäu mit Kindern? Das Allgäu ist ein echtes Ganzjahres-Ziel. Wer wandern, baden und draußen sein will, kommt zwischen Mai und September – dann sind auch Breitachklamm, Sturmannshöhle und Alpsee Bergwelt in vollem Betrieb. Skifahrer und Rodelfans planen ihren Besuch zwischen Dezember und März.
Ist das Allgäu gut erreichbar?
Ja, super unkompliziert! Von München seid Ihr je nach Region in etwa 1,5 bis zwei Stunden da. Viele Orte wie Kempten, Füssen oder Oberstdorf sind auch gut mit der Bahn erreichbar – vor Ort wird’s mit Auto aber flexibler.
So, jetzt aber rauf auf den Berg mit Euch! Lest auch unbedingt unsere ausführliche Empfehlung zum Oberjoch – Familux Resort. Weitere Unterkünfte im Allgäu findet Ihr in der handverlesenen Little Travel Society-Sammlung. Wenn Ihr selbst noch Geheimtipps für das Allgäu habt, verratet sie uns unbedingt in den Kommentaren – oder hüpft in unseren exklusiven Mitgliederbereich, wo Ihr Eure Travel Secrets einreichen und dafür ein interaktives Mitmach-Reisetagebuch für die ganze Familie bekommen könnt!
Erstveröffentlichung im Mai 2026.
Text: Laura Brauer
Fotos: Oberjoch – Familux Resort, Laura Brauer, Sandra Exler, Susanne Hoffmeister
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