Sizilien mit Kindern: Viel Kultur, Eis zum Frühstück und Strände ohne Ende
Wo sind die schönsten und kinderfreundlichsten Strände auf Sizilien? Wie überlebt Ihr in Sizilien Sightseeing mit einer Kinderschar im Schlepptau und was solltet Ihr unbedingt mal gegessen haben? Eine waschechte Sizilianerin verrät uns ihre persönlichen Geheimtipps für Euren Familienurlaub in Sizilien.
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Sizilien mit Kindern – unsere Erfahrungen & Tipps, auch bei knutschenden Nonnas
Auf den ersten Blick scheint Sizilien nicht gerade das Kinder-Paradies zu sein: schnuckelige Altstädte mit vielen Steinstufen, Weinproben, antike Ausgrabungen, imposante Kirchen – alles langweiliger Erwachsenenkram. Sizilien ist aber nicht nur das. Denn die schöne Insel an der italienischen Stiefelspitze hat auch noch ein paar Zutaten, welche perfekte Ferien in Sizilien mit Kindern garantieren: Sonne, Strand, das beste Eis der Welt (ganz echt jetzt!) und vor allem eine ganz besondere Gastfreundschaft, die vor allem Eure Bambini treffen wird. Denn wenn ein Sizilianer eines der heißgeliebten „picciriddi“ (Sizilianisch für Kinder) erspäht – womöglich auch noch in blond und blauäugig – dann bleibt keine Wange ungeknutscht! Sollten Eure Kinder verschreckt reagieren, hilft eigentlich nur der Wechsel der Straßenseite, sobald sich Menschen mit ausgestreckten Armen auf die lieben Kleinen zu bewegen. Denn ein „Nein, bitte nicht anfassen“ wird in Sizilien als Beleidigung aufgefasst. Aber keine Sorge: Spätestens nach drei Tagen sind Eure Kinder sowieso halbe Sizilianer und sonnen sich garantiert im Starrummel, der ihnen hier entgegen gebracht wird. In diesem Blogpost über Sizilien mit Kindern verraten wir Euch aber nicht nur, wie Ihr möglichst authentisch urlaubt und welche sizilianischen Spezialitäten Ihr unbedingt probieren solltet, sondern auch, welche Sehenswürdigkeiten dem Hype gerecht werden und welche nicht. Und natürlich haben wir noch ein paar echte Geheimtipps für Strände und schnuckelige Städtchen für Euch! Los geht’s…
Inhaltsverzeichnis Sizilien mit Kindern
Familienurlaub auf Sizilien: Was macht Sizilien so besonders?
Sizilien ist noch etwas lauter, chaotischer und bunter als der Rest Italiens. Wir Sizilianer würden aber auch sagen: Bei uns ist es liebevoller, herzlicher und authentischer. Mein Credo ist daher: Gebt Euch einfach dem „sizilianischen Flow“ hin und kämpft nicht dagegen an. Damit Ihr wisst, was Euch erwartet, kommen hier meine ultimativen Tipps für Euren Sizilienurlaub mit Kindern:
- Sizilianische Uhrzeiten: Die Sizilianer nehmen es nicht so genau mit der Pünktlichkeit – da ist pazienza (Geduld) gefragt. Ein kleiner Plausch an der Fleischtheke ist auf jeden Fall immer drin, auch wenn sich die Schlange ins Unendliche zieht. Seid aber gewarnt: Aus der Ferne klingt das alles recht cool und nach Italo-Folklore. Gerade mit Kindern kann das Chaos nerven. Denn am Flughafen Catania wartet man gut und gerne anderthalb Stunden auf seinen Mietwagen – auch in der Nebensaison. Und der Bus kommt halt dann, wenn er halt kommt. Meist, wenn der Fahrer seinen „caffè“ in geselliger Runde ausgetrunken hat. Und Züge fallen auch mal ganz aus.
- Sizilianischer Jet Lag: Fast überall auf Sizilien gibt es eine Siesta. Das heißt, zwischen ca. 13 und 17 Uhr sind wirklich alle Läden zu. Und das Abendessen beginnt meist nicht vor 21 Uhr. Erfahrungsgemäß nehmen die Kinder aber schnell den süditalienischen Rhythmus an und spielen nach ein paar Tagen noch mitten in der Nacht quietschfidel mit den anderen Kids.
- Sommertrubel am Strand: Im Juli und August herrscht an den Stränden Siziliens Ausnahmezustand! Mallorca lässt grüßen. Laute Musik, zwischen den Liegen ist nur ein Fingerbreit Platz, zwei Liegestühle und ein Schirm kosten schnell über 50 Euro am Tag. Die Italiener stehen meist mit Handy am Ohr knietief im Wasser und unterhalten sich lautstark mit Familienmitgliedern auf den Strandliegen. Wer also die volle Dröhnung Italien haben will, der ist im August am sizilianischen Strand richtig. Wer lieber in Ruhe im kristallklaren Meer planscht, der sollte seinen Sizilienurlaub in den Frühling oder Herbst verlegen.
- Lost in Translation: Ein Auto macht auf Sizilien Sinn, um was von der Insel zu sehen. Aber Achtung: Die Beschilderung ist oft – sagen wir mal – kreativ und verliert sich manchmal im Nichts. Ein Navi ist daher Gold wert. Zudem ist der Fahrstil der Sizilianer abenteuerlich und die wichtigste Regel heißt: Wer zuerst hupt, hat Vorfahrt! Übrigens sind viele Parkplätze in der Nebensaison ausgewiesenerweise kostenfrei. Trotzdem werdet Ihr an diesen Parkplätzen immer wieder Leuten begegnen, die für eine kleine Spende „ein Auge“ auf Euer Auto werfen. Das ist reine Touri-Abzocke.
- Lost in Translation, die Zweite: Mit einem A2-Italienisch-Kurs kommt man in Sizilien nicht weit. Denn viele Sizilianer sprechen selbst kein Italienisch. Je ursprünglicher die besuchte Ecke ist, desto mehr wird im Dialekt gesprochen. Zudem sind Sizilianisch und Italienisch oft noch unterschiedlicher als Portugiesisch und Spanisch! Das Wichtigste für die Minis ist jedenfalls, dass Gelato auch in Sizilien Gelato heißt…
- Das ungeschriebene Caffè-Gesetz: Cappuccino bitte nur zum Frühstück! Danach trinkt der Italiener nur noch Espresso, maximal Espresso Macchiato. Alles andere enttarnt Euch sofort als Touristen.
- Addiopizzo – die Mafia: Natürlich denkt bei Sizilien und Palermo jeder sofort auch an die Mafia. Die Zeiten, in denen einem Auto mit deutschem Kennzeichen in Palermo sofort Reifen und Co. geklaut wurden, sind zwar vorbei. Aber ja, es gibt sie noch. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Ihr als Tourist davon nichts mitbekommen werdet. Denn die Mafia hat sich auf ganz andere (politische und wirtschaftliche) Kreise verlegt und würde sich niemals den Tourismus kaputt machen. Eine berechtigte Frage ist dabei natürlich: Unterstützt man die Mafia mit einem Familienurlaub auf Sizilien? Unsere Antwort lautet: nicht mehr und nicht weniger als in der Toskana. Zudem gibt es schon seit Mai 2004 in Sizilien eine Antimafia-Bewegung, die sich „addiopizzo“ (Tschüss, Schutzgeld) nennt. Heute gehören ihr über 1.000 Unternehmer und Restaurantbesitzer in Palermo an, die der Mafia explizit nichts von ihren Umsätzen abgeben. Die Läden und Restaurants sind entsprechend gekennzeichnet, sodass Ihr dort mit gutem Gewissen bei mutigen Gastwirten schlemmen und schlafen könnt.
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Was muss man auf Sizilien mit Kindern essen?
Auch zu Tisch sind die Sizilianer übrigens auf dem „Nein-Ohr“ einfach taub. Unser Tipp für Euren Sizilienurlaub lautet daher: Hosenknopf auf und weiter essen. Denn die sizilianische Küche ist nicht nur das Nonplusultra der mediterranen Kochkunst mit viel Gemüse, frischem Fisch, selbstgemachter Pasta und bestem Olivenöl. Sie hält auch – dank Siziliens wechselhafter Geschichte – einige Überraschungen bereit. Im Westen Siziliens findet Ihr sogar viele Gerichte mit arabischem Ursprung. Was Ihr unbedingt probieren solltet:
- Frittura Mista: Wir sind uns sicher – so schmeckt Fisch auch kleinen Fischverächtern. Der frische Fang des Tages wird frittiert und dann nur mit einem Hauch Zitronensaft serviert. Fürs Bummeln gibt’s das ganze auch im To-Go-Tütchen, was ein bisschen an Fish & Chips erinnert.
- Ricci di Mare: Gar nicht stachelig, sondern hmmmmm… Seeigel ist vor allem in den Küstenregionen eine Spezialität und wird meist mit frischer Pasta serviert. Das ist dann allerdings eher was für fortgeschrittene kleine Gourmets.
- Pasta alla Norma: Genau das Richtige, um den Kids Gemüse unterzujubeln. Eine Soße aus Tomaten – ja, Tomaten haben hier richtig Geschmack! – und Auberginen. Spaghetti oder Tortiglioni dazu, ein bisschen Basilikum und geriebene Ricotta Salata – mehr braucht es nicht, um das echte Sizilien zu schmecken.
- Arancini: (Fast) gesundes Fastfood auf Sizilianisch! Gefüllte und frittierte Reisbällchen, je nach Gusto und Region mit Hackfleisch, Erbsen, Schinken oder auch mit Mozzarella und Tomatensoße – mir läuft schon beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen.
- Cannoli & Co: Sizilien ist ein Eldorado für Schleckermäulchen! Natürlich gibt es hier das beste (Pistazien-)Eis der Welt – gerne auch im frischen Brioche. Und zusammen mit einer Granita (ähnlich wie Slush-Eis, nur natürlicher) verspeisen die Sizilianer dieses sogar zum Frühstück. Seid aber gewarnt: Ein Brioche mit Eis reicht völlig für eine vierköpfige deutsche Familie. Und wenn Euch das Eis irgendwann zu den Ohren rauskommt, probiert Ihr Euch einmal quer durch eine Pasticceria: Cannoli (mit Ricottacreme gefüllte Röllchen), Cassata (Eistorte mit kandierten Früchten), Pasta di Mandorle (sizilianisches Mandelgebäck) und viele weitere Leckereien warten schließlich noch darauf, von Euch entdeckt zu werden.

Tatatataaaa… we proudly present il Brioche Siciliano mit ganz viel Pistazien- und Mandeleis und noch mehr Sahne! (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
Am leckersten isst man in Sizilien mit Kindern übrigens in unscheinbaren Agriturismi auf dem Lande – fragt am besten Eure Gastgeber nach ihren Einheimischen-Tipps. Und auf Extra-Wünsche gehen die Sizilianer in der Regel auch problemlos ein!
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Wann ist die beste Reisezeit für Sizilien mit Kindern?
In Kürze
- Nicht empfehlenswert sind Juli und August wegen der Hitze und der Menschenmassen.
- Ideal sind April bis Juni und September bis Oktober, weil es dann noch warm, aber weniger voll ist.
- Besondere Erlebnisse warten im Februar dank Mandelblüte und an Ostern wegen der aufwändigen Prozessionen; dann ist es aber noch frische 12 bis maximal 20 Grad.
Ganz detailliert
Sizilien ist näher dran an Afrika als an Rom – das sagt doch schon alles! Kein Wunder also, dass das Thermometer in den Sommermonaten gern mal die 40 Grad-Marke überschreitet. Im Juli und August würden wir die Insel für einen Sizilienurlaub daher nicht unbedingt empfehlen, vor allem nicht mit Kindern. Die Strände sind voll, die hübschen Orte auch und eigentlich könnt Ihr Euch nach 11 und vor 16 Uhr kaum draußen bewegen ob der Hitze. Viel schöner ist Sizilien mit Kindern im Frühling – von April bis Juni – oder im September und Oktober. Im Frühling erblüht die ganze Insel und im Oktober könnt Ihr sogar noch im Meer baden und habt die Strände nahezu für Euch allein. Ein paar Restaurants und Strandbars haben dann zwar geschlossen, es sind aber auch nicht alle Bürgersteige hochgeklappt, wie Ihr das vielleicht aus anderen Touristenregionen kennt. Dafür gehen die Sizilianer selbst viel zu gern essen und ans Meer. Wer’s bunt und laut mag, der sollte an Ostern nach Sizilien kommen. Osterprozessionen gibt es in fast jeder Stadt und kaum ein Fest wird hier so inbrünstig gefeiert. Eine eher untypische, aber trotzdem wunderschöne Reisezeit ist übrigens der Februar, wenn die Mandelbäume blühen und die erste Frühlingssonne nach den grauen, deutschen Wintermonaten für gute Laune sorgt.
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Welche Regionen Siziliens lohnen sich für Familien?
Kurz & knapp
- Im bilderbuchschönen Südosten warten die allerbesten Sandstrände (wie San Lorenzo, Fontane Bianche und Calamosche) sowie wirklich bezaubernde Barockstädte mit verwinkelten Gassen voller Cafés & Co.
- Der hippe Norden wartet mit der trubeligen Hauptstadt Palermo und karibikähnlichen (felsigeren) Stränden in Cefalù auf.
- Der weniger bekannte Westen hat statt Strandhighlights beeindruckende Salinen, gute Weine und viel Kultur, etwa im Normannenstädtchen Erice, zu bieten.
Genau erklärt
Das wichtigste zuerst: Sizilien ist groß und vielfältig! Jede Region hat ihren ganz eigenen Charme, ihre eigene Geschichte und besondere Orte. Wir geben Euch daher am besten einen groben Überblick über den barocken Südosten Siziliens mit den schönen Sandstränden, den arabisch anmutenden Westen mit den Inseln vor der Insel und den Norden mit der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Wir verraten Euch, warum Sightseeing auch mit Kindern in Sizilien funktionieren kann und welche Kinderhighlights sich in welcher Region Siziliens verstecken – damit alle Familienmitglieder auf ihre Urlaubskosten kommen. Solltet Ihr übrigens nur zwei Wochen in Sizilien verbringen, entscheidet Euch vorab am besten für eine Region. Sonst wird’s aus unserer Sicht einfach zu viel.
Der Südosten Siziliens mit Kindern: Strand, Weltkulturerbe und rauchender Vulkan
Wir geben es jetzt schon zu: Der Südosten ist unsere Lieblingsecke in Sizilien! Denn hier gibt’s die schönsten Strände und Städte. Und vor allem die leckerste Schokolade. Wer in der Nebensaison im Herbst oder Winter verreist, sollte wissen, dass es hier zudem immer ein bis zwei Grad wärmer ist als auf dem Rest der Insel.
Die schönsten Strände mit Kindern im Südosten Siziliens
- San Lorenzo: Wenn Ihr glasklares Wasser, Sand zum Burgen Bauen und einen seichten Einstieg ins Meer sucht, dann seid Ihr hier genau richtig. Am Strand von San Lorenzo, der sich 20 Kilometer südlich der wunderschönen Stadt Noto befindet, wechseln sich freie Strandabschnitte mit zahlungspflichtigen ab. Unser Tipp: Die Strandbar des Agua Beach Resorts. Hier könnt Ihr Euch Liegen und Sonnenschirm mieten und eine eiskalte Granita in lässiger Atmosphäre genießen, während die Minis den Spielplatz mit Meerblick bespielen. An der Bar gibt es zudem superleckere Mittagsgerichte von Lasagne über Oktopus bis hin zur schnellen Pommes.
- Fontane Bianche und Punta del Pero: Beide Strände sind südlich von Syrakus gelegen und ideal für Familien. Transparentes Wasser, das lange flach bleibt und weiße Sandstrände. Packt am besten Taucherbrille und Schnorchel ein, denn links und rechts könnt Ihr an den felsigen Abschnitten Fisch und Krabbe Hallo sagen.
- Calamosche: Leider sind die oben genannten Strände keine Geheimtipps mehr, zumindest nicht unter den Einheimischen. Eine Alternative bietet da der Naturpark Vendicari, der schöne Wanderwege und die traumhafte Badebucht Calamosche zu bieten hat. Beachtet aber, dass Ihr vom Schotterparkplatz aus noch ca. 30 Minuten auf Trampelpfaden bis zum Strand wandern müsst, am Ende sogar bergab. Wir haben den kleinen Sohnemann einfach in die Trage gepackt. Mit dem Kinderwagen kommt Ihr nämlich nicht weit. Auf Toilette, Bar, Sonnenschirm und Mülleimer müsst Ihr hier leider auch verzichten. Entschädigt werdet Ihr aber durch tolle Schnorchelei und ein bisschen mehr Ruhe.

Der Strand von San Lorenzo (Foto: Lucia Vaccaro Notte)

Die traumhafte Badebucht Calamosche im Naturpark Vendicari (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
Städtehopping im Südosten Siziliens: Macht das mit Kindern Spaß?
Der Südosten Siziliens ist vor allem für seine prachtvollen Barockstädte bekannt, die teilweise zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Aber das ist Eurem Dreikäsehoch wahrscheinlich ziemlich schnuppe. Wir haben da allerdings ein paar Ideen, wie Euch auch beim Sightseeing die kleinen Rabauken nicht ständig mit „laaaaangweilig“ in den Ohren liegen. Ihr müsst nur gut verhandeln! Die Verhandlungsmasse für Kirchenbesichtigungen ist hier nämlich ziemlich groß. Wir sagen nur: Glasbodenboot, riesige Schwertfische gucken und Schokoladenmanufaktur! Das sind unsere Highlights für einen Urlaub im Südosten Siziliens für Euch:
- Marzamemi: Alte Fischerboote schippern an der Hafenpromenade, kleine Läden laden zum Bummeln ein und rund um die Piazza Regina Margherita reihen sich die leckersten Restaurants und die lässigsten Bars aneinander. Auf jeden Fall testen solltet Ihr Tasta, den stylischen und kinderlieben Eisladen mit dem besten Eis der Insel. Unbedingt probieren müsst Ihr hier die Sorten Feige-Mandel oder Walderdbeeren vom Ätna (!). Und wenn das noch nicht genug der Kinderhighlights ist, gehts weiter zum Glasbodenboot. Ihr könnt Tages-, Halbtages- oder auch nur 3-Stunden-Ausflüge buchen und durch den gläsernen Boden nicht nur Fische, sondern auch antike römische Säulen bestaunen. Kinder bis 5 Jahre fahren gratis mit und ein Sprung ins Meer ist auch eingeplant.

Beliebter Treffpunkt der einheimischen Nonnas: Die kleine Kirche in Marzamemi (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
- Syrakus und die Altstadt Ortygia: Direkt am Wasser liegt diese schöne Stadt. Am besten mischt Ihr Euch ins sizilianische Treiben auf dem Ortigia Street Market, der täglich zwischen 7 und 13 Uhr (außer sonntags) stattfindet. Gönnt Euch auf jeden Fall ein köstliches Panino und shoppt frisches Obst und Gemüse für Eure Küche. Wenn Ihr die Kultur nicht außen vor lassen wollt, empfehlen wir Euch einen Besuch des Parco Archeologico della Neapoli mit einem römischen und einem griechischen Theater – in dem sogar geklettert werden darf! – sowie der Grotte „Ohr des Dionysos“. Kids werden über Audio-Guides von Archimedes höchstpersönlich durch die Ausgrabungsstätte geführt! Und wenn die Kinder dann nicht mehr laufen mögen, schnappt Ihr Euch auf der Brücke in die Altstadt eines der Boote, die einen herrlichen Blick auf die Halbinsel Ortygia bieten.

Mit Kindern in Sizilien: Flanieren in Syrakus (Foto: Lucia Vaccaro Notte)

Geschichte zum Anfassen: Jahrtausendalte Säulen im Zentrum von Syrakus (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
- Taormina ist zugegebenermaßen kein Geheimtipp. Wir haben uns daher lange gegen einen Tagesausflug nach Taormina gewehrt, müssen aber zugeben: Es ist wirklich zauberhaft schön dort. Blendet einfach all die Touribusse aus und genießt die Schönheit des Ortes. Das geht natürlich besser in der Nebensaison. Obwohl es auch dann nicht wirklich leer ist, das solltet Ihr wissen.
- Noto: Honiggelber Barocktraum und Unesco-Weltkulturerbe! Noto wurde nach einem Erdbeben 1693 komplett neu aufgebaut und wirkt daher heute ein bisschen wie eine Theaterkulisse. Auch Sizilianer flanieren übrigens gerne den Corso Vittorio Emanuele entlang. Für Kinder gibt es am Anfang der Promenade sogar einen kleinen Spielplatz (wenn er nicht gerade wegen „manutenzione“ geschlossen ist). Übrigens: Auch wenn Euch wahrscheinlich das „Caffè Sicilia“ empfohlen wird – unser Ding war es nicht gerade. Zu steif – gerade mit Kindern – und das Eis war auch nur ok. Stattdessen würden wir das CioccOfficina besuchen: ein kleines, von jungen Sizilianern geführtes Café, das überwiegend Schokolade, aber auch Granita, Eis und frische Cannoli anbietet. Der schöne Laden liegt etwas abseits in der Via Ducezio 108. Und wenn Ihr schon mal da seid: Schräg gegenüber beim Bäcker Panificio Maidda solltet ihr unbedingt die typisch sizilianische Sfincioni probieren, eine etwas dickere Pizza.

Imposant und honiggelb: Der Duomo di Noto beeindruckt sogar die Minis im Sizilienurlaub (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
- Catania: Viele landen hier nur mit dem Flieger und fahren dann direkt weiter in ihre Ferienunterkunft. Ihr solltet Euch aber einen Besuch auf dem Fischmarkt von Catania nicht nehmen lassen! Was für ein Spektakel! Der frische Fisch wird manchmal nur auf kleinen Klapptischen mit ein paar Eiswürfeln drunter angeboten – ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Fisch muss ja verkauft sein, bevor das Eis schmilzt. Vorsicht jedoch mit sensibleren Gemütern: Ein gigantischer Schwertfisch, der einen aus seinen großen Augen anglotzt, kann auch was Traumatisierendes haben. Der Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall. Es ist laut, bunt und witzig… echtes Sizilien eben.

Da werden Eure Kinder Augen machen in Catania: Frischer Fisch und Meeresfrüchte so weit das Auge reicht (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
- Modica und Ragusa Ibla: Last but not least seien hier noch die beiden Barockstädte Modica und Ragusa Ibla erwähnt. Auch sie zählen zum Unesco-Weltkulturerbe und bieten verwinkelte Gässchen, schöne Kirchen und sogar einen kleinen Touri-Zug für lauffaule Kinder. Modica ist außerdem die Geburtsstadt der schwarzen Schokolade. Daher solltet Ihr unbedingt auch die Antica Dolceria Bonajuto ansteuern, Euch in der Schokofabrik munter durch die Schokolade probieren und schöne Mitbringsel für zu Hause besorgen.

Wunderschön für eine kleine Verschnaufpause: Der Giardino Ibleo in Ragusa Ibla (Foto: Lucia Vaccaro Notte)

Modica von oben: Entzückend! (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
Einer geht noch: Das ultimative Kinderhighlight im Südosten Siziliens ist natürlich der Ätna
In Sizilien sind Kinder einfach überall dabei und willkommen, da braucht es eigentlich keine speziellen Kinderattraktionen. Wir wissen aber auch, dass sich Kinder trotzdem hin und wieder über eine Achterbahn oder einen Wasserpark mit Riesenrutsche freuen. Und daher geben wir Euch für jede Region Siziliens auch immer noch einen ultimativen Kindertipp mit auf den Weg. Unser Kindertipp für den Osten ist der Ätna. Streng genommen liegt der natürlich nicht im Südosten, ist von hieraus aber sehr gut erreichbar und wird daher wahrscheinlich Euer Ausflugsziel Nummer 1 sein, wenn Ihr hier urlaubt. Mit einer kleinen Gondel schwebt Ihr erstmal über Berge von Lavagestein hinweg. Von der Mittelstation geht es zu Fuß oder mit dem Jeep (beides wird durch einen Tourenguide begleitet) dann ganz nach oben. Wie aufregend, wenn es dann auf einmal aus dem Krater raucht! Und wieso sieht es hier eigentlich aus wie auf dem Mond? Zieht Euch aber bitte warm an, denn gerade in der Nebensaison liegt auf dem Ätna oft noch Schnee und auch im Sommer kann das Thermometer schon mal die 10 Grad-Marke unterschreiten. Und als Erinnerung gibt’s einen Lavastein mit nach Hause. Etwas südlich des Ätnas befindet sich zudem das Etnaland – eine lustige Mischung aus Freizeit-, Aqua- und Dinosaurierpark.
Familienurlaub im Norden Siziliens: Palermo, Cefalù und die sizilianische Karibik
Palermo mit Kindern: Laut und wild, aber geht doch!
Es gibt Städte, deren Schönheit sofort jeden betört. Unsere sizilianische Hauptstadt Palermo gehört leider nicht dazu. Denn sie ist laut und es herrscht (Verkehrs-)Chaos. Es gibt aber auch zauberhafte Gärten, kubanisch anmutende Palazzi und leckeres Streetfood – Ihr müsst nur wissen, wo. Auch kulturell hat Palermo einiges zu bieten. Die Stadt war nicht umsonst italienische Kulturhauptstadt 2018! Wer aber nicht nur Kathedralen, Denkmäler und Ruinen sehen möchte – was für viele Kids sowieso nicht besonders spannend ist – der sollte sich auf jeden Fall auf den Märkten tummeln. Anders als in vielen Reiseführern empfohlen, würden wir Euch jedoch statt des Vucciria den authentischeren Mercato del Capo empfehlen. Und wenn Ihr vom lauten Marktgewusel genug habt, entspannt Euch doch ein wenig im Giardino Garibaldi an der Piazza Marina in der Nähe des Hafens. Auch Eure Kids werden stauen über die gigantischen Feigenbäume, deren Luftwurzeln von unten nach oben wachsen… an einem Ort der Stille in der sonst so trubeligen Stadt.

Nichts für Hygiene-Fanatiker: Auf den Märkten Palermos tummeln sich auch Straßenhunde und -katze (Foto: Lucia Vaccaro Notte)

Kleiner Tipp: Ein Blick in die Innenhöfe Palermos lohnt sich (Foto: Lucia Vaccaro Notte)

Die gigantischen Feigenbäume im Giardino Garibaldi (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
Ein absolutes Muss in Palermo ist auf jeden Fall das Streetfood, das auch die Kinder lieben werden: Arancini (frittierte Reiskugeln), Panelle (frittierte Kichererbsenfladen) oder Sfincione (dicke Pizza) solltet Ihr mal probiert haben. Anders als im Rest Italiens lieben die Palermitaner nämlich das schnelle Essen für zwischendurch. Es gibt sogar spezielle Streetfood-Führungen, auch auf Englisch. Aber Achtung: Wer den Klassiker „Panino con meusa“ bestellt, bekommt ein Brötchen mit Milz! Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer sich zum Essen lieber setzen möchte, sollte ins „Bisso Bistrot gehen. Hier schmeckt das Essen nicht nur wirklich lecker, ihr sitzt auch noch total chillig in einem ehemaligen Buchladen!
Eine entzückende Stadt im Norden Siziliens für Familien: Cefalù
Ganz anders als Palermo ist Cefalù. Das ca. 70 km von Palermo entfernte, entzückende Küstenstädtchen ist bekannt für seine normannische Kathedrale. Und für sein fast schon kitschig-sizilianisches Ambiente: Altstadtgässchen, Stadtstrand, schnucklige Restaurants, imposante Kirchen, hier und da ein paar alte Männer, die Karten spielen und auf der Piazza zwei Musikanten, die den Soundtrack zum perfekten Urlaub liefern. Zu schön, um wahr zu sein? Ja, ein bisschen. Denn die Idylle wird leider durch die Vielzahl der Touristen gestört. Cefalù hat einfach keinen Geheimtipp-Status mehr. Daher empfehlen wir Euch auch hier für einen Besuch dieser Perle eher die Nebensaison. Direkt hinter der Stadt erhebt sich übrigens der Naturpark der Madonie zum Wandern und Biken. Räder könnt Ihr Euch in der Bikestation von Gerrit Curcio mieten. Und die Wasserratten unter Euch machen sich auf zu den schönsten Stränden im Norden…
Die schönsten Strände mit Kindern im Norden Siziliens
- San Vito lo Capo: Nicht umsonst heißt dieser Strand auch die Karibik Siziliens. Einige postkartentaugliche Badebuchten mit weißem Sandstrand gibt’s hier allemal. Leider sind die Buchten aber auch gerade in den Sommermonaten proppenvoll. Unser Tipp: Etwas östlich von San Vito lo Capo im Naturpark Orientata dello Zingaro wandert es sich ganz famos zu versteckten und ruhigeren Badebuchten.
- Cefalù: Nicht nur das Städtchen an sich ist zauberhaft, auch sein Sandstrand mit lässiger Beachbar. Vielleicht nicht unbedingt für einen ganzen Strandtag, aber auf jeden Fall für eine Badepause mit den Kids beim Städtetrip.
- Scopello: Östlich von San Vito Lo Capo liegt dieser kleine Küstenort, umgeben von vielen kleinen Badebuchten – mal mit Sandstrand, mal mit Kies, mal mit Klippen. Sucht Euch das Passende aus! Die Wasserqualität ist auch hier hervorragend und meist ist es nicht so überfüllt wie in San Vito.
Noch ein Kinderhighlight im Norden Siziliens
Im Naturpark der Madonie findet Ihr den Parco Avventure Madonie – einen fantastischen Abenteuerpark mitten im Wald mit Hochseilgarten, Kletterbäumen und Parcours für die etwas kleineren Kids.
Die Westküste Siziliens mit Kids entdecken: Wo kommt das Salz her und was sind das für Inseln vor der Insel?
Der Westen der Insel ist weniger bekannt für Strand- und Familienurlaub, dafür aber sehr beliebt bei Kulturinteressierten und Weinliebhabern. Aber auch mit Kindern könnt Ihr an der Westküste Siziliens einen tollen Familienurlaub verbringen. Und zwar hier:
- Die Ägadischen Inseln: In nur einer Stunde von Trapani aus seid Ihr mit dem Tragflügelboot auf Marettimo – ein Traum und ein absoluter Geheimtipp! Die Insel samt Umgebung steht unter Naturschutz, ist autofrei und beim Spaziergang trefft Ihr tatsächlich auf Esel und wilde Pferde. Ein paar Tage hier und die ganze Familie ist vollkommen entschleunigt, versprochen. Die Inseln Favignana und Levanzo sind übrigens noch näher dran an Trapani und eignen sich daher hervorragend für einen Tagesausflug an einen der wunderschönen Sandstrände.
- Erice ist zum Beispiel ein geschichtsträchtiger Ort mit vielen kleinen Gassen und einem imposanten Normannenkastell. Was die Kinder hier lieben werden: Mit der Seilbahn auf den Monte Erice zu gondeln, wo das süße Städtchen thront.
- Der archäologische Park von Segesta ist auch nur eine halbe Autostunde von Trapani entfernt und für all diejenigen beeindruckend, die sich für die Geschichte der Insel interessieren.
- Saline die Mozia: Was Ihr auf keinen Fall verpassen dürft, sind die Salinengärten von Marsala mit ihren riesigen Salzhaufen, die in der Sonne trocknen und den malerischen Windmühlen. Eine Bootstour bei Sonnenuntergang ist nicht nur lehrreich, sondern vor allem bezaubernd schön! Es gibt dort sogar eine kleine Bar, wo die Großen die Stimmung mit einem Glas Weißwein und die Kids mit einer Tüte Chips genießen können.

Mit dem Boot durch die Salzgärten fahren macht auch den Kleinsten schon Spaß (Foto: Lucia Vaccaro Notte)

Saline die Mozia: Wer nach diesem Bild nicht gleich die Flüge bucht, ist selber schuld 😉 (Foto: Lucia Vaccaro Notte)
Übrigens: Trapani selbst hat eine schöne Promenade und einen ganz netten Fischmarkt. Unserer Meinung nach ist das aber kein Ort, an dem man den halben Urlaub verbringen muss. Daher unser Tipp: Ein paar Tage Trapani, um den Westen zu erkunden und dann ab nach Marettimo. Die perfekte Kombi aus Stadt, Kultur, Meer und Ruhe.
Die schönsten Strände mit Kindern im Westen Siziliens
- Stadtstrände von Trapani: Rund um Trapani selbst gibt es einige schöne Sandstrände. Die meisten gehen seicht ins Wasser und freie Strandabschnitte wechseln sich mit den bezahlten Bagni ab. Wenn Ihr aber einen richtigen Strandtag einlegen wollt, würden wir Euch einen der anderen hier genannten Strände ans Herz legen.
- Cala Rossa auf Favignana: Hier gibt’s sensationelles Wasser, Karibikflair, aber nur ganz wenige, schmale Sandabschnitte und sonst eher Felsen und Klippen. Badeschuhe solltet Ihr daher nicht vergessen und Schnorchel-Equipment auch nicht. Bei DEN Türkistönen verzichten wir auch mal gerne auf Sandstrand.
- Torre Salsa: Nicht wirklich im Westen der Insel (eher zentral im Süden), aber vom Westen aus gut erreichbar. Ein sechs Kilometer langer Sandstrand im Naturschutzgebiet. Auto parken, festes Schuhwerk an, Kleinkind in die Trage und dann zu Fuß durch wunderschöne Landschaft ab zum Strand. Vertraut uns, der Weg lohnt sich!
- Scala dei Turchi: Dieser Strand liegt im Südwesten der Insel und ist eigentlich auch kein wirklicher Strand, sondern eine Treppe, die ins Meer führt. Daher auch der Name: Treppe der Türken. Am Fuße des blendend weißen Kalkfelsens gibt es auch einen kleinen Sandstrand, aber der ist weniger spektakulär. Wir würden sagen, das ist eher was für größere Kinder, da der Einstieg ins Meer bisweilen etwas abenteuerlich ist.
Das ultimative Kinderhighlight im Westen Siziliens
Im Südwesten der Insel wird Geschichte zum „Abenteuerspielplatz“. Im archäologischen Park von Selinunt rennen die Kids durch alte Ruinen und spielen Verstecken hinter antiken Säulen. Und wenn die Müdigkeit einsetzt, dreht Ihr eine Runde im kleinen „Trenino“ – eine Art Golfwagen, der Euch durch den Park fährt. Und wenn’s Euch zu staubig wird, fahrt Ihr einfach an den nahen Strand von Marinella ans Meer.
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Wo wohnt Ihr auf Sizilien mit Kindern am besten?
Sucht Euch für Euren Familienurlaub in Sizilien auf jeden Fall einen kleinen Agriturismo, ein kleines familiäres Hotel oder ein überschaubares Resort: Dort gibt es die besten Einheimischen-Tipps und die sizilianische Gastfreundschaft kommt so richtig zum Zug. Gerade Eure Kids werden dort so herzlich aufgenommen, als wären sie Teil der Familie. Wir geben allerdings zu: Es ist ziemlich schwer, schöne und kleine Unterkünfte auf Sizilien zu finden. Entweder sind die Gastgeber superherzlich, aber die Zimmer sind voll mit Kitsch, Plastikblumen und dunklen Holzmöbeln. Oder die Unterkünfte sind richtig stylish, dafür aber total anonym. In den letzten Jahren gibt es aber zum Glück immer mehr junge Sizilianer, die alte Gutshöfe oder Elternhäuser geschmackvoll renovieren. Ihr braucht nur eine sehr gute Lupe, um die ausfindig zu machen. Oder uns! Über unsere Suche könnt Ihr Euch all unsere Schätzchen auf Sizilien anschauen. Hier schon mal ein Vorgeschmack:
- Antica Masseria Iblea: Auf diesem ehemaligen Bauernhof wohnt Ihr im Landesinneren authentisch, ruhig und schnucklig bei einem superlieben Gastgeber. Der nächste Küstenort, Marina di Ragusa, ist trotzdem nur einen Katzensprung entfernt.
- Officina Didattica: Direkt am Meer wohnen ist selbst in Sizilien eine echte Rarität, aber mit der Officina Didattica haben wir sie gefunden. Ihr wohnt in einem von vier hübschen (wirklich fair bepreisten!) Häuschen, eins davon direkt am Strand, die anderen in einem tropisch anmutenden Garten mit Strand ums Eck. Troppo bello!
- Casa Gioli: Und gleich noch ein Schätzchen am Meer! Die Casa Gioli liegt direkt in Marina di Ragusa, DEM Badeort im Südosten Siziliens. Noch dazu hat Eure superliebe Gastgeberin Daniela das Familien-Erbstück liebevoll renoviert und einen traumhaften Alt-Neu-Interior-Mix geschaffen.
- La Scibina: In den sieben coolen Wohnungen dieses Boutique B&Bs schlägt das Herz aller Design-Fans höher, denn das Design ganz in Weiß kommt richtig schick daher. Die herzliche Gastgeberin und die Pools zwischen Pfirsichbäumen sind das i-Tüpfelchen auf dem Sizilienurlaub.
- Agua Green Resort: Sizilien kann auch Resort! Und zwar ganz familiär, bei supernetten Gastgebern – aber eben mit Hotelluxus wie Frühstück, Pool inklusive Pool Bar und nahegelegenem Beach Restaurant. Dabei wohnt Ihr aber in den schicken Ferienhäuschen trotzdem mit viel Platz und eigener Küche. Eine Kombi, die wir lieben!

Casa Gioli: Schickes Vintage-Interior in einem Häuschen direkt am Meer (Foto: Simone Aprile)

Weißes Design-Träumchen im Boutique B&B La Scibina (Foto: La Scibina)
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Mini FAQ: Sizilien mit Kindern
Ihr seht hoffentlich: Sizilien mit Kindern lohnt sich sowas von! Wenn Ihr jetzt schon mit einem Fuß unterwegs seid, um die Taschen zu packen für Euren Familienurlaub auf meiner italienischen Lieblingsinsel, dann nehmt Euch hier noch schnell den Überblick mit:
- Wann ist die beste Reisezeit für Sizilien? Frühling und Herbst sind perfekt für Sightseeing und Baden, im Juli und August wird es oft über 40 Grad heiß und sehr voll.
- Ist Sizilien mit Kindern sicher? Ja, Sizilien ist sicher. Touristen bekommen von den oft politischen und wirtschaftlichen Machenschaften der Mafia nichts mit. Und die Infrastruktur ist rund um die größeren Städte sehr gut ausgebaut.
- Braucht man ein Auto auf Sizilien? Für Ausflüge an den Strand und in verschiedene kleine Städtchen ist ein Auto hier unerlässlich.
- Sind Kinder willkommen auf Sizilien? Ja, immer und überall! Kinder gehören fest dazu und werden stets herzlich in Empfang genommen.
- Was muss man auf Sizilien gegessen haben? Probiert Euch unbedingt durch sizilianisches Streetfood wie Arancini, esst hausgemachte Pasta und fangfrischen Fisch, und gönnt Euch zum Dessert die typischen cannoli.
- Welche Regionen sind die schönsten Siziliens? Schöne Ecken findet Ihr überall. Die besten Strände und sehenswerte Barockstädte liegen im Südosten, unserer Lieblingsecke Sizilien. Im Norden sind vor allem die Hauptstadt Palermo und die Küstenstadt Cefalù mit ihrem karibikartigen Strand einen Abstecher wert.
So! Das waren unsere super geheimen Geheimtipps für Sizilien mit Kindern – noch dazu von einer waschechten Sizilianerin. Zum Abschluss haben wir übrigens noch zwei Literaturtipps zum Einstimmen und Schmunzeln für Euren Familienurlaub in Sizilien:
- Gebrauchsanweisung für Sizilien, von Constanze Neumann, erschienen im Piper Verlag,
- Lesereise Sizilien: La Mamma, die Mafia und der Thunfischjäger, von Natalie John, erschienen im Piper Verlag.
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Dieser Artikel stammt von Lucia, eine in Hannover lebende Sizilianerin, die meist „undercover“ auf Sizilien unterwegs ist – vor allem, damit die sizilianische Verwandtschaft nicht beleidigt ist, weil sie ihren Urlaub nicht nur im Schoße der Familie verbringen möchte. Mit Freund und Sohn ist Lucia übrigens in der Elternzeit zwei Monate im Fiat 500 durch Sizilien gereist und hat wieder einmal festgestellt: Es ist einfach unglaublich, wie kinderlieb die Sizilianer sind und wie sehr Kinder hier mit offenen Armen empfangen werden. Sie meint: „Ich liebe die Atmosphäre da unten, diese einzigartige Mischung aus unperfekt und traumhaft schön.“ Schön gesagt, finden wir!
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Hallo ihr Lieben,
wir wollten eigentlich nach Sizilien einen Strandurlaub machen. Aufgrund eures Artikels wirds jetzt eine Rundreise . wir suchen allerdings noch in Cefalu ( Umgebung ) eine Unterkunft. könnt ihr uns was empfehlen ? gut würde uns etwas gefallen , wie z. B. der Bauernhof in eurem Artikel .
LG Und danke
Familie Groß
Liebe Familie Groß,
wie schön, dass unser Artikel euch inspiriert hat. Eine Rundreise ist eine fantastische Idee. In der Nähe von Cefalù haben wir aktuell noch nichts auf der Seite, aber wir schreiben gerade eine Empfehlung für das Mangia’s Pollina Resort, das ca. 20 Minuten von Cefalù entfernt ist. Das ist allerdings ein großes Strandhotel. Einen Bauernhof in der Nähe, kennen wir persönlich nicht. Freund von uns waren in diesem Jahr aber hier: https://www.aziendacampanelle.com/ und waren ganz begeistert. Der Agriturismo liegt ca. 20 Minuten von Cefalù entfernt im Hinterland. Persönliche Erfahrungen haben wir damit nicht, aber die Bewertungen lesen sich ganz gut und unsere Freunde fanden es auch ganz fantastisch.
Ich wünsche euch eine großartige Zeit auf Sizilien.
Liebe Grüße
Lucia
Hallo! Kann man denn Mitte/Ende Mai schon im Meer baden auf Silzilien? Danke 🙂
Ja, Mitte/Ende Mai kann man auf Sizilien oft schon gut im Meer baden – vor allem an geschützten Buchten im Süden und Osten der Insel (z. B. rund um Noto, Syrakus oder Cefalù). Das Wasser hat dann meist um die 20°C, also angenehm erfrischend, aber noch nicht richtig warm. Also für meine Kinder und mich perfekt zum Schwimmen und Planschen, für meinen Mann viel zu kalt 😉 Der genießt die Zeit dann lieber auf der Liege und tankt Sonne.
Kurz gesagt: Badesaison startet auf Sizilien meist im Mai – besonders, wenn das Wetter stabil sommerlich ist.
Liebe Grüße
Antonia
Vielen Dank für den sehr inspirierenden Beitrag 🙂 Habt ihr auch eine Empfehlung für eine Unterkunft nahe Taormina (mit Pool) ?
Wir haben leider nur 8 Tage um die Süd-Ostküste zu erkunden. Welche 2 Orte wären eurer Meinung nach dafür die beste Ausgangslage? Viele Grüße
Liebe Sabrina, vielen Dank für deine lieben Worte. In der Nähe von Taormina haben wir leider noch keinen Geheimtipp. Wir waren kürzlich mit dem Donna Carmela Resort in Kontakt (https://www.donnacarmela.com/it/). Das liegt 40 Minuten von Taormina entfernt und ist wunderschön. Leider auch ziemlich teuer in der Hauptsaison. Aber wenn ihr in der Nebensaison reist, dann schaut es euch doch gern mal an. Ansonsten ist mein absoluter Herzensort im Südosten der Insel das Agua Green Resort. Dort habe ich schon drei Mal selbst meinen Urlaub verbracht und war immer sehr begeistert. Das könntet ihr z.B. gut mit dem Mangia’s Brucoli verbinden. Wobei man auch gut 8 Tage nur im Agua Green verbringen kann und von dort aus Ausflüge nach Vendicari, Syrakus, zum Etna, nach Noto, Marzamemi, etc. machen kann oder einfach mal einen Strandtag einlegen. Selbst nach Taormina würde man von dort aus einen Tagesausflug unternehmen können.
Ich hoffe, ihr findet einen schönen Ort für euren Urlaub. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, meldet euch gern.
Ganz liebe Grüße
Lucia